Wieder ein harter Winter?
Steht dem GaLaBau wieder ein langer Winter bevor? Zurzeit kann in vielen Regionen wieder gearbeitet werden. Doch nur wenige Grad Celsius weniger - und schon sieht die Lage anders aus. Sollte es wieder einen langen Winter wie in den letzten Jahren geben, wird es für manches Unternehmen eng.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Unternehmer im GaLaBau haben immer weniger Zeit, die notwendigen Gewinne für das Jahr zu erwirtschaften. Die Kosten und das Betriebsergebnis eines Unternehmens müssen in 8,5 Monaten eingefahren werden! Dass das möglich ist, haben auch 2010 GaLaBau-Unternehmen gezeigt. Auch Betriebe, die in sehr witterungsexponierten Regionen liegen, beweisen jedes Jahr, dass es funktioniert.
Mehr Gewinn in kürzerer Zeit: Was können Sie von erfolgreichen Kollegen lernen - und in Ihrem Betrieb umsetzen?
Ich höre die unterschiedlichsten Ideen, um gegen die Verluste im Winter anzugehen: im Winter vorproduzieren, mehr Samstagsarbeit und mehr Überstunden im Sommer. Das sind alles gute Ansätze, aber keine ausreichenden Lösungen, um Ihr Unternehmen auf ein sicheres Fundament zu stellen.
Was mich verwundert ist, dass zwei grundsätzliche Dinge kaum berücksichtigt werden! Seit 18 Jahren berate ich Unternehmer im Garten- und Landschaftsbau und lerne dabei ganz unterschiedliche Betriebe kennen. Darunter sind immer wieder auch jene, die es trotz mehreren Monaten Eis und Schnee schaffen, einen gesunden Gewinn für ihr Unternehmen zu erwirtschaften.
Diese Unternehmer konzentrieren sich auf zwei wesentliche Fragen, die ich die "Leitfragen für den GaLaBau" nenne. Wer es schafft, diese Leitfragen zu verinnerlichen und in der Steuerung seines Unternehmens konsequent umzusetzen, wird ein rentables Unternehmen führen.
Dies ist die erste "Leitfrage für den GaLaBau":
Wie schaffe ich es, Auftragslücken auszumerzen und eine volle Auslastung übers Jahr zu erzielen?
Immer wieder gibt es in den Unternehmen das berühmte Sommerloch oder das Herbstloch oder sonst wo eine Auftragslücke, die wertvolle Produktivität kostet. An dieser Stelle verliert das Unternehmen effektiv Geld, das muss jedem Unternehmer klar sein! Da steht die Frage im Mittelpunkt: Wie werden Auftragslöcher produziert? Was ist zwei bis drei Monate vor diesem Auftragsloch getan worden? Häufig kann ich beobachten, dass die Akquisitionszeit an anderer Stelle gebunden war: zum Beispiel in der Bauleitung während des Frühjahrsbooms, bei der Vorbereitung von Veranstaltungen, Messen und Festen…
Der Akquisiteur muss aber 100% seiner Energie in die Akquise stecken, dann versiegen diese Auftragslöcher. Erarbeiten Sie sich einen fixen Akquiseplan und verbinden Sie diesen mit kontinuierlichen Marketingmaßnahmen.
Dies ist die zweite Leitfrage für den GaLaBau:
Wie gelingt es mir, die Produktivität auf jeder Baustellen so zu steigern, dass optimale Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden?
Bitte fragen Sie sich: Wie produktiv ist jede Stunde, die auf Ihren Baustellen gearbeitet wird? Hier steckt in der Regel ein großes Potenzial. Stellen Sie sich vor, Sie steigern die Produktivität um 5% ohne weitere Lohnkosten alleine durch Arbeitsvorbereitung, Organisation und rechtzeitige Einbindung der Mitarbeiter. Interessant wäre doch auch, wenn Sie den kalkulierten Gewinn tatsächlich realisieren.
Viele GaLaBau-Unternehmer haben kein Faible für die Ausarbeitung von Arbeitsabläufen. Ich sage: Macht nichts. Solange Sie ein Faible für ein ertragreiches, gewinnbringendes Unternehmen haben. Das sollte Motivation genug sein, sich etwas Zeit für die optimale Organisation Ihrer Baustellen zu nehmen.
Auslastung und Produktivität sind wesentliche Stellschrauben für den Erfolg Ihres Unternehmens - und es gibt bewährte Instrumente, diese umzusetzen. Gerne sage ich Ihnen meine volle Unterstützung zur Steigerung von Auslastung und Produktivität in Ihrem Unternehmen zu und wünsche Ihnen trotz „hartem Winter“ ein sehr erfolgreiches Jahr 2011.
